Wohin verschwinden wir, wenn wir im Handy sind?
Shownotes
Was passiert eigentlich auf den Handys von Jugendlichen, während sie neben uns sitzen? Die Doku-Serie „Social Studies“ von Lauren Greenfield hat ein Jahr lang Jugendliche in L.A. begleitet und zeigt genau das, was wir sonst nie sehen.
Iris Borovčnik liest ihren Kurious Letter dazu vor und bespricht ihn mit Andreas Fischer.
Darüber sprechen wir
- Am selben Ort, aber in ganz anderen Handywelten
- Warum Social Media verbindet – gerade auf dem Land
- Neid, Vergleichsdruck und das inszenierte Privatleben
- 40 Minuten, die einfach weg sind: Scrollen und Selbstbestimmung
- Warum „mehr Medienkompetenz“ als Antwort auf ein Social-Media-Verbot zu kurz greift
- Snaps vor der Wand, Likes und sozialer Vergleich
- Social-Media-Verbot für Jugendliche – oder doch die Plattformen regulieren?
Kapitel
- 00:00:00 Handykonsum und die Doku „Social Studies“
- 00:03:51 Am selben Ort, in anderen Handywelten
- 00:10:39 Social Media verbindet – gerade auf dem Land
- 00:12:26 Neid und inszeniertes Privatleben
- 00:16:56 Scrollen, Zeitverlust und Selbstbestimmung
- 00:19:21 Warum Medienkompetenz allein nicht reicht
- 00:23:37 Jugendliche zwischen Hass und Community
- 00:29:41 Snapchat, Likes und sozialer Vergleich
- 00:33:26 Verbotsdebatte: Plattformen statt nur Jugendliche
Erwähnt
- Doku-Serie: „Social Studies“ von Lauren Greenfield
Schreibt uns
Wohin verschwindest du, wenn du aufs Handy schaust? Und was hältst du von einem Social-Media-Verbot für Jugendliche?
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo Andi!
00:00:02: Willkommen
00:00:02: zu einer neuen Folge The Curious Radio.
00:00:08: Damit setzen wir uns selbst auseinander, weil wir selbst Opfer des digitalen Wahnsinns sind und immer wieder werden.
00:00:17: Und wir haben die Vermutung, dass wir uns irgendwie rauskämpfen wollen... Genau so ist es.
00:00:26: heute Andi sind wir mitten on-point mit unserem Thema, weil ganz oft geht es auf darum was wir so tun im Leben und was wir erleben wie wir mehr Abenteuer haben.
00:00:34: Heute geht's tatsächlich um... ...wie wir unseren Handykonsum machen.
00:00:42: Ich habe gesehen als du es aus dem Drucker rausgeholt hast.
00:00:45: ich habe die Folge glaube
00:00:46: ich auf Papier
00:00:48: ausgedruckt weil für alle die das vielleicht nicht wissen das Prinzip ist das folgende Curious Letter, wo man das ganze lesen kann.
00:00:56: Nur es gibt immer mehr zu sagen auf der Record als man auf Papier bringen kann und deswegen gibt sie hier im Radio dann eben eine ausgiebige Besprechung des Themas!
00:01:07: Und heute geht's um...
00:01:08: Wohin verschwinden wir wenn wir
00:01:11: im Handy sind?
00:01:12: Im Handy ist es so befürchtet.
00:01:14: Genau ich lese mal vor du unterbrichst mich wenn Du was zu sagen hast.
00:01:23: Die Serie Social Studies zeigt nicht nur, was Jugendliche auf ihren Handy sehen sondern auch, was diese unsichtbaren Welten mit ihnen machen.
00:01:32: Hallo liebe Curious Menschen!
00:01:34: Heute kommt die Freitagspost wieder von mir, Iris und ich kann euch endlich von einer Serie erzählen über die schon vor einem Jahr ein super spannendes Interview mit der Regisseurin gehört habe.
00:01:45: Das ist jetzt für Euch vielleicht weniger aufregend als für mich weil ihr ja nicht einen Ja darauf warten musstet sie zu sehen.
00:01:52: Aber der Inhalt ist dafür umso aktueller.
00:01:55: Denn es wurde gerade, ich weiß nicht ob ihr das mitbekommen habt ein Social-Media-Verbot in Frankreich beschlossen aber es wird aktuell wieder diskutiert nämlich in Deutschland wobei er diskutiert ja so eine Sache ist in Zeiten von Social Media.
00:02:10: Handyverbot was sagst du
00:02:12: da?
00:02:13: Ein großes großes Thema und ich weiß echt nicht ob wir wirklich in diese Handyverbotsdiskussion abstürzen
00:02:18: müssen.
00:02:18: Das sind behind the scenes.
00:02:20: Es geht mehr um viel viel mehr.
00:02:22: Also ich finde, um zu verstehen ob und wie wir ein Social Media – es geht nicht im Handyverbot.
00:02:26: Es geht um das Social-Media-Verbot – umsetzen sollen ist dieser Newsletter eine ganz gute Basis, um da irgendwie anders drüber zu diskutieren als.
00:02:35: Ich finde ja oder ich finde nein?
00:02:38: Aber die Serie Social Studies heißt sie hat ein paar sehr, sehr gute Hinweise darauf, wie es den Kids und in Wirklichkeit uns allen mit Social Media geht, die nicht reißerisch.
00:02:50: Wo sind wir, wenn wir im Handy sind?
00:02:52: Es ist schon über ein Jahr her, dass ich in einem Podcast einen Gespräch über Social Media gehört habe das mich bis heute nachhaltig beschäftigt.
00:03:00: Die eingeladene Person war Lauren Greenfield.
00:03:03: Sie ist Regisseurin einer Serie die auf Hulu läuft bei der sie über einen Zeitraum von einem Jahr einige Jugendliche in ihrem Leben begleitete und mit ihnen über Social Mediasprach.
00:03:13: Der Clou de Doko war, daß ihr auch Einblicke in die Handys bekam.
00:03:18: Wenn wir also eine Person sprechen sehen und sie zwischendurch ihr Handy in die Hand nimmt, sehen wir auch was sie sieht.
00:03:24: Also was die Person gerade auf ihrem Handy seht.
00:03:27: Eine Protagonistin zum Beispiel steht im Fitnesscenter öffnet ihr Handy und zieht ganz normalen Insta-Content.
00:03:35: Sprich sie swipet in wenigen Sekunden von einem superdünnen Frauenkörper zum nächsten.
00:03:43: Und wir schauen ihr zu!
00:03:48: Das habe ich zu klein ausgedruckt.
00:03:51: Was mir von dem Interview mit Lauren Greenfield zur Hänge geblieben ist, ist etwas das zur unsichtbaren Realität von allen geworden ist.
00:03:59: Wir befinden uns im gleichen Raum mit anderen Menschen aber wenn wir unsere Handys in die Hand nehmen verschwinden wir in jeweils andere Welten.
00:04:07: Wir haben keine Ahnung was die andere Person dort erlebt oder gesehen hat und wir tun so als wäre nichts passiert.
00:04:14: Aber wir waren gerade woanders Und wie kann man davon ausgehen, dass nichts aus diesen anderen Welten an uns hängen bleibt?
00:04:21: Findest du den Gedanken nicht?
00:04:23: Ich finde dein Gedanke
00:04:24: irgendwie befreiend.
00:04:24: Wahnsinnig
00:04:25: nachvollziehbar und gleichzeitig sehr spooky!
00:04:27: Ich habe zwei Gefühle dazu.
00:04:29: Einerseits natürlich bin ich natürlich immer irgendwo
00:04:33: im Kopf.
00:04:33: Ich bin ja auch im Kopf immer irgendwo.
00:04:35: Du hast ja keine Ahnung wo ich die ganze Zeit unterwegs bin.
00:04:38: Ja
00:04:39: stimmt.
00:04:39: Kannst dich so argumentieren und gleichzeitig will ich das jetzt überhaupt nicht zurücknehmen.
00:04:45: Aber was ich interessant finde, und da bin ich aber auch andere Fragen zu der Serie.
00:04:50: Weil ich habe die Serie noch nicht gesehen und das ist ein guter Kontrast zu dir weil du hast ja die ganze ... Das ganze Ding geht immer davon aus.
00:04:59: Es gewinnt
00:04:59: durch.
00:05:04: Wenn man sich das bewusst macht dass es ein Portal ist oder Portal, das uns in einer gewissen Weise tatsächlich in eine andere Dimension hebt, was es tut.
00:05:15: Einerseits ist es zweidee, klingt komisch und gleichzeitig ist es aber... Es ist irgendwie zweideebortal in einer Fantasiewelt die mit komplett absurden Regeln erbaut wurde.
00:05:32: Die einerseits nach dem Markt funktionieren also nach nach alles, was du da zähst in Wirklichkeit zu konstruieren.
00:05:40: Dass Dinge verkauft werden und konsumiert werden?
00:05:43: Konsumiert einfach!
00:05:44: Und andererseits ist es aber dann auch noch darauf optimiert dass so viele Instinkte in mir wie möglich angesprochen werden.
00:05:55: Bleiben wir mal kurz bei dem Gedanken weil ich finde diesen der Gedanke den hat die Lauren Greenfield eben auch im Podcast gesagt.
00:06:00: sie hat mir das Gehirn aufgemacht weil ich mir gedacht habe dass das tatsächlich etwas ist, was wir nie mitdenken.
00:06:09: Dass wir ja in diesem Handy... ...in anderen Welten!
00:06:13: in andere Welten eintauchen.
00:06:14: Also ich sehe andere Dinge, ich spreche mit anderen Leuten... Ich habe plötzlich Informationen die du nicht hast weil wir leben ja teilweise in diesen Welten und das ist ja auch eine Sache dass man sagt okay so für mich dir verbindet uns mehr.
00:06:26: Sechs Stunden
00:06:27: am Tag!
00:06:28: Okay auch selbst wenn es nur ein paar Minuten sind.
00:06:30: wenn wir jetzt beide unsere Hände aufmachen, Dinge sehen und dann wieder miteinander sprechen haben wir uns beide ganz unterschiedlichen Dingen aufgeladen die nicht aus unserem Kopf entstanden sind sondern die von außen kommen die nicht nachvollziehbar sind und ich natürlich in meiner Stimmung mitnehmen kann, aber du hast keine Ahnung was mit mir gerade passiert ist.
00:06:50: Wenn ich einen Gedanken habe der mich im Kopf irgendwohin abzeigen lässt dann kann ich da vielleicht so ein bisschen das Nachfühlen.
00:06:57: wenn ich die Person gut kenne hab' ich das Gefühl ok es könnte das und dass... Keine Ahnung hat man Spuren im echten Leben die an Emotionen nachvollziehen machen.
00:07:05: Aber wenn ich am Handy bin Und mich jetzt was kurzfristig in zwei Sekunden total aufregt, mich extrem empört.
00:07:12: Mich zutiefst verunsichert oder grauslich berührt?
00:07:18: Dann ist das ja trotzdem da!
00:07:20: Das ist zum Beispiel auch der Grund warum die Buddhistinnen sagen, man soll keiner Krimis lesen.
00:07:28: Die BuddhistInnen sagen das alle!
00:07:32: Alle Bodinisten werden sagen, keine.
00:07:33: Aber tatsächlich so diese Formen von Popkultur wird dort nicht abgelehnt aufgrund der... Es gibt ja auch viele unterschiedliche Ausprägungen vom Buddhismus also bitte.
00:07:42: Aber so diese verwestlichen Form der Praxis die über einen gewisserweise auch totaler Lama praktiziert und so Die hat keine Verbote.
00:07:55: aber das sagt solche Dinge soll man... Also Man soll alle Formen von Medien meiden, die dir genau diese Form von überlappenden, überschwemmenden Gefühle erzeugen.
00:08:09: Weil du plötzlich Gefühlen von wem anders kriegst und diese Gefühler dann plötzlich anfangen dass du dich von dir wegbewegst.
00:08:16: Ja!
00:08:16: Und Social Media finde ich ist so wie es sie die Epiphanie der Höhepunkt von all dem weil jeder Content möglichst drauf maximiert ist, deine Emotionen zu triggern.
00:08:32: Gleichzeitig denke ich mir dann aber schon wieder okay das habe ich mir auch gedacht wie du es gelesen habt eben man soll diese Formen von Medien nicht konsumieren weil sie quasi dein inneres Gleichgewicht stören.
00:08:44: ja dann aber... Aber ist das nicht auch Leben?
00:08:52: Wie wenn ihr die ganze Zeit von anderen Emotion gelenkt.
00:08:59: Willst du jetzt absichtlich quasi so eine, so einen, ähm... So ein Gegenposition einnehmen?
00:09:06: Ja.
00:09:07: Es funktioniert leider nicht gut!
00:09:08: Ich nehme sie dir nicht zu ganz
00:09:09: ab.
00:09:09: Wieso?!
00:09:10: Ich würde eher drüber, ich würde lieber noch mal über reden wie verrückt das eigentlich ist.
00:09:15: Ich möchte dass wir kurz anerkennen wie verrück das ist weil es ist auf diesem Bildschirm ist dann auch einmal so sichtbar Du siehst halt die Person die öffnet ihr Handy und du siehst was sie konsumiert.
00:09:26: Du sieest was sie sieht.
00:09:27: Du siehst du nie.
00:09:28: und stell dir vor, du hast jetzt irgendwie einen Raum.
00:09:31: Du bist in der Straßenbahn und da fahren irgendwie viele Leute passend in die Straßenbahn.
00:09:35: Keine Ahnung.
00:09:36: Fünfzig Leute alle haben ihr Handy offen.
00:09:38: Alle sehen was anderes.
00:09:40: Alle leben in einer anderen Realität obwohl Sie sich real mit Ihren Körpern in dieser Straßenbahn befinden Und dann steigen sie aus und waren alle irgendwie kurz woanders Obwohl sie im gleichen Raum anwesend
00:09:52: waren.
00:09:54: Das tun wir gerade, die ganze Zeit.
00:09:57: Gleichzeitig und ich finde das es ist wirklich dramatisch.
00:10:00: Weiß ich nicht man muss jetzt gar nicht so beurteilen dass es schlecht ist.
00:10:03: Ich sage jetzt ich
00:10:03: beurteilte,
00:10:05: dass es extrem
00:10:06: dramatisch
00:10:07: ist
00:10:07: weil ich glaube dass die Formen der Fantasien die dort erzeugt werden so unfassbar kalkuliert sind in einer gewissen Weise aber andererseits sie musst da wirklich dagegen drücken weil das ist halt auch mit dem Buch schon passiert.
00:10:24: Hast du in einer anderen Welt einen drauf?
00:10:26: Ja, aber sowas von.
00:10:27: Weil es gibt ja eine Wirklichkeit und das denken wir uns ja oft, das weißt Du eh selber oder alle die draußen lesen.
00:10:33: Es ist eigentlich verrückt wie sehr das Buch meiner Fantasie anregt tatsächlich mehr als Social Media.
00:10:40: Darüber habe ich auch nachgedacht muss ich ehrlich sagen weil ich finde's ja... Ich hätte ja gerne Social Media gehabt als Jugendliche.
00:10:47: Es hat mich wahnsinnig befreit zu einem gewissen Grad aus dieser Existenz am Land einfach das Gefühl zu haben, es gibt keine Person auf dieser Welt die so ist wie ich.
00:10:57: Egal in welchen Sicht?
00:10:58: Ich
00:10:58: glaube da geht's vielen Leuten die uns
00:11:00: zuhören.
00:11:00: Total!
00:11:01: Und dann denke ich mir okay hätte ich nur Social Media gehabt, hätte ich doch irgendwie sehen können dass es andere Menschen gibt die auch so sind.
00:11:08: Ja und das Lustige ist ja auch am Land in Österreich und ich weiß viele Menschen aus Deutschland hören uns zu Wie war´s bei euch?
00:11:16: Das wird mich wirklich interessieren.
00:11:18: aber bei uns Als in Bayern ist das sicher ganz ähnlich wie in Österreich, wir sind ja verbeiernd hier.
00:11:25: Es war so, dass vor allem der Konkurrenz zwischen den kleinsten Dörfern entstanden sind.
00:11:32: Also man ist mit dem Moped irgendwie durch die Gegend gefahren und da ist eine andere Gruppe an Jugendlichen gestanden und da hat man gesagt, ja die sind jetzt aus Goberling.
00:11:42: Das war drei Kilometer entfernt aber es hat sich angefühlt als wäre das eine andere gruppe mit denen wir nichts zu tun haben weil die sind, die hören nicht zu uns.
00:11:51: Und was ich heute bei meiner Nichte und meinem Neffen entdeckt habe, die sind halt jetzt um die zwanzig schon, also eh verrückt... Bei denen war das dann anders?
00:12:02: Weil das Social Media dazu geführt hat dass die Menschen sich viel merken gekannt haben.
00:12:07: Das hat plötzlich diese Grenzen verwischt, es war dann nicht jemand aus Goberling oder weißt du sie mein?
00:12:14: Plötzlich hat sich das eher gelockert und die haben viel mehr Kontakt mit unterschiedlichen Menschen als unterschiedliche Regionen in ihrer Gegend gehabt wie wir.
00:12:22: Und das ist mir zum Beispiel aufgefallen.
00:12:24: Aha okay gut ja überlogisch!
00:12:27: Ja und gleichzeitig habe ich mir gedacht was nämlich Social Media sehr oft bei mir tut tut sicher bei, bin ich nicht die einzige Person.
00:12:37: Ist eine Form von ganz furchtbarm Neid-Triggern und ich mag das... Ich hab ja nicht das Gefühl dass ich tatsächlich neidische Person bin.
00:12:50: also das Neid so ein Gefühl ist, dass mir irgendwie nahe ist Und es ist auch nicht in der Realität, dass sich dann neidisch bin auf Leute aber es triggert auf einmal so'n Gefühl, da singen wir so, ich will das nicht haben Ganz, ganz komisch.
00:13:05: Dann muss ich es abdrehen und dann habe ich mir gedacht... Ich meine das ist auch komisch aber Bücher hätten meinem Leben noch nie so ein Gefühl ausgelöst.
00:13:15: Vielleicht ist das auch romantisch.
00:13:17: Aber ist
00:13:17: es wirklich neid oder ist es eine Form von Sehnsucht?
00:13:21: Nach was?
00:13:22: Weil ich hab zum Beispiel bei... Es gibt Bücher wo's Charaktere gibt und diese Charakterei durchleben in einer gewissen Form von Leben und haben eine gewisse Form von, ja ich hab das verstanden.
00:13:38: Und dann entsteht in mir eine Sehnsucht nach so einem Leben...
00:13:43: Genau!
00:13:43: ...und es ist aber eine neidige Sehensucht.
00:13:47: Aber das ist eine Seahnsucht die mich...
00:13:49: Ist ein neidiges Sehmsucht?
00:13:50: Das
00:13:50: ist ganz anders anfühlt als die Social Media's Neid.
00:13:52: Wirklich?!
00:13:54: Der Social Media-Neid ist
00:13:55: so... Aber welchen Neid geben wir raus?
00:13:57: Was geben wir an Beispielen?
00:13:58: Kurz und
00:13:59: stachlich.
00:13:59: Gehen wir an den Beispielen.
00:14:00: Vollkommen
00:14:01: egal!
00:14:02: Wann warst du letztes Mal neidig?
00:14:03: Oder ist es jetzt die Karten auf dem Tisch?
00:14:06: Karten, auf den Tisch.
00:14:08: Weil das wirklich neid?
00:14:10: Es ist so... Es ist auch sowas wie wenn ich Dinge von Leuten sehe, private Sachen, die mir zu nahe sind.
00:14:20: Ich will das nicht sehen!
00:14:22: Das ist mir zu... Also gerade Leute, die sich ein bisschen kennen und die zeigen dann irgendwie
00:14:29: keine Ahnung.
00:14:30: ihre Schuhe
00:14:32: irgendwelche tollen Sie haben irgendeinen Dinnerveranstalter schon mit ihren Freunden oder
00:14:38: sowas.
00:14:38: Also so F, was formen von Inszenierung?
00:14:41: Von intimer... von irgendwie intimem Leben, dass sie dann auf Social Media inszenieren oder stellen.
00:14:48: Aber ist es denn nicht das...?
00:14:50: Aber jetzt bist du immer nimmer beim Neid!
00:14:51: Jetzt bist man abgebogen und jetzt bist wir davon gelaufen.
00:14:54: Nein aber das triggert so ein Gefühl vom Neid.
00:14:56: Aha okay.
00:14:57: Ich würde das als Neid bezeichnen.
00:14:59: Das
00:14:59: Gefühl, dass ich sonst von nichts
00:15:01: kennen.
00:15:01: Aber nein, im Sinne von du hättest das gern!
00:15:04: Du würdest denen das gerne wegnehmen und selber so ein Dinner veranstalten.
00:15:08: Nein!
00:15:10: Verstehst du?
00:15:11: Das ist ja der
00:15:11: Punkt... Ich versuche nur tief in meine Emotionen einzudauchen.
00:15:15: Willkommen in die curious Therapiestunde.
00:15:19: Kennst du das nicht?
00:15:21: Es hat so eine ganz stacheliges Gefühl.
00:15:27: Ich versuch das tatsächlich.
00:15:28: Und dann muss ich das einfach zumachen?
00:15:30: Vielleicht ist es aber nicht Neid, vielleicht ist es auch einfach... hab' ich das Gefühl die Leute kommen mir zu nahe, ich möchte diese Information bitte nicht haben oder
00:15:38: sowas.
00:15:38: Ja mit Neid da hast du halt... Du bist halt der Kleid bei mir.
00:15:41: also du löst bei mir die Frage aus okay was ist es was du willst, was du denen gerne... Es ist ein Gehirn, ich will was sagen was andere nicht haben kann sondern Neid ist eher so... ...es soll mein sein und will.
00:15:55: Ja, es ist ganz ähnlich wie Gier.
00:15:57: Aber es
00:15:58: geht ja gar nicht darum... Ich möchte's nur verstehen!
00:16:01: Es geht
00:16:01: ja nicht im realen drum, dass ich das will, weil ich hab das ja selber auch.
00:16:08: Es ist nur dieses Abbild auf Social Media löst so was ganz seltsam auslösen
00:16:15: und so.
00:16:16: um das jetzt noch zu sagen und dieses Ding zu sagen Ein Buch, bei einem Buch kann ich mit leben.
00:16:21: Mit einer Figur und die kann mir quasi ein Abenteuer zeigen und ich kann Lust darauf haben mich diese Person zu identifizieren.
00:16:29: aber...
00:16:30: Ich hab die ganze Zeit neidig auf irgendwelche
00:16:34: Charaktere
00:16:35: in den Büchern Die ganze Zeit.
00:16:37: Und hast du diese gleiche Empfindung wenn du auf Social Media
00:16:40: abhängst?
00:16:41: Nein
00:16:41: Da lehnt es interessant.
00:16:43: Aber was ist denn in jeder Kliefe Empfindungen von Social
00:16:46: Media?
00:16:46: Ich versuche wirklich ehrlich zu sein, aber ich bin nicht neidig auf Social Media.
00:16:51: Ich glaube, ich bin schon so drüber von Social Media, das klingt komisch.
00:16:55: Also diese ganzen...
00:16:57: Was macht dich?
00:16:58: Welches Gefühl triggert dann Social Media bei dir, wo du das Gefühl hast, dass es furchtbar und deswegen muss es weg?
00:17:04: Belieblichkeiten ist kein Gefühl, aber es raubt mir.
00:17:07: Es gibt nur so viel Interesse.
00:17:10: Das ist aber falsch was Interesse ist!
00:17:12: Also, dieses Swipen ist so interessant.
00:17:14: Und dann gibt es aber so gute Sachen auch.
00:17:16: Interessant, interessant, interessant.
00:17:18: und dann plötzlich ist das wirklich vierzehn Minuten später... ...und ich tauche aus dieser Dimension.
00:17:25: Das denke ich mal wirklich.
00:17:26: Das ist jetzt nicht nur rhetorisch, sondern also vierzig Minuten meines Lebens weg!
00:17:33: Es ist ja wie Träumen.
00:17:35: Aber nun sogar noch... Ich weiß nicht was Träumern.
00:17:37: Träume natürlich irgendeine Funktion in meinem Körper offensichtlich.
00:17:40: Das hat keine Funktion.
00:17:42: Aber nur vierzehn Minuten meines Lebens ist weg.
00:17:45: Und diese vierzehnt Minuten habe ich dann nicht gelesen und ich hab das Gefühl, es hätte ihr was verloren im Leben.
00:17:52: Das Social Media gibt mir ein ganz arges Gefühl von.
00:17:56: Ich bin etwas ausgeliefert dass meine Lebenszeit auffrisst und dass man immer wieder zurückspiegelt, dass das Willenskraft der HV schon aufgegeben war.
00:18:04: Das ist so komisches Konstrukt aber das es mich vor Augen führt, dass sich so viele Limitationen habe, wenn es darum geht wirklich selbstbestimmt mein Leben zu organisieren.
00:18:16: Es macht mir enttäuscht von mir selber.
00:18:18: Ganz stark!
00:18:19: Das kann ich total unterschreiben.
00:18:21: Ich bin richtig enttäuscht von mich selber das auszusprechen.
00:18:24: Es hilft mir diesen...ich hab so ein Timer installiert.
00:18:27: Ja, da wäre alles schon durch.
00:18:28: Es funktioniert eh
00:18:29: auf der Zeit.
00:18:31: Du, das Ding ist bei mir persönlich, ich glaube das ist tatsächlich eine typen Frage, bei mir muss das Telefon weg?
00:18:38: Es geht nicht an.
00:18:39: Ich seh das ganz klar und ich schieb so raus, aber es muss weg!
00:18:44: Es muss so beruflich brauche ist und manchmal eben für diese ganzen Amtswege.
00:18:49: und so wie kennst du das ja alles?
00:18:53: Es hilft dir halt zu vielen.
00:18:54: Aber es muss einfach aus meinem Privatleben verschwinden.
00:18:58: Aber wegen Social Media oder wegen Smartphone?
00:19:01: Ja, nur wegen Social media.
00:19:06: wegen der EI vielleicht auch noch?
00:19:10: Ja, auch tunemant.
00:19:12: Aber das ist was Neues.
00:19:15: Das Problemverständnis nur gar nicht so... aber es ist furchtbar!
00:19:21: Ich lese mal weiter zurück zur Social Studies und Lauren Greenfield, die Regisseurin.
00:19:29: Lauren Greenfield macht mit der Serie etwas, dass eher selten passiert.
00:19:33: Sie hört den Jugendlichen zu und das richtig!
00:19:36: Sie redet mit ihnen über Social Media – ja aber auch über ihr Leben, ihre Sorgen und Ängste.
00:19:42: Eine Meinung die man immer wieder hört wenn es ums Social-Media-Verbot geht ist folgende….
00:19:47: Wir müssen den Jugendlichen nur mehr Medienkompetenz beibringen.
00:19:51: Das wäre sinnvoller als ein Verbot.
00:19:54: Der Krautreporter schreibt zum Beispiel so einen Artikel und zitiert darin die Gesellschaft für Medienpädagogik.
00:20:00: Zitat, junge Menschen müssen unter anderem lernen Informationen kritisch zu bewerten, Datenschutzaspekte zu verstehen und sich sicher und souverän in sozialen Netzwerken zu bewegen.
00:20:12: Ich kann das gar nicht lesen ohne zu lachen!
00:20:14: Ich finde es so lächerlich.
00:20:15: Es tut mir leid weil es so tut als ob wir eine rationale Kontrolle über uns hätten wenn wir auf Social Media uns bewegen.
00:20:24: Das klingt halt so gut.
00:20:26: Diese Form von... Ideologiekritik zu lernen.
00:20:29: Super wichtig,
00:20:30: total wichtig!
00:20:30: Aber
00:20:30: das kann man wirklich lernen?
00:20:32: Ja ja, ich sag nicht dass das... Nicht auch total wichtig ist und
00:20:35: es funktioniert.
00:20:36: Und dass Jugendliche
00:20:37: Kinder schon... Man müsste eine Volksschule anfangen den Kindern beizubringen.
00:20:41: Das finde aber auch.
00:20:42: Schau da zu meiner Nichte und meine Neffe auch selber hin.
00:20:46: Und die sind dann nicht alleine... Die sind so manipuliert worden seitdem sie klein sind.
00:20:51: Die kann man daran erinnern.
00:20:52: Da gibt's diese Darf man den Namen nicht sagen, wird mir tatsächlich verklagt.
00:20:57: Da gibt es so diese Shampoo-Ladies, also so diese Influencerinnen die sich richtig auf Kinder spezialisiert haben.
00:21:05: vor zehn Jahren da war das nur überhaupt kein Thema dass das eigentlich total furchtbar ist, dass sie wirklich versuchen die Kinder dazu bringen ihre Champons zu kaufen und so... Nur die Kinder sind mit denen aufgewachsen und haben dann aber erlebt dass ihre Vorbilder komplett abstürzen.
00:21:21: Wirklich?
00:21:22: Auf Social Media haben sie einen Zuschauern können, also... So, Britney
00:21:24: Spears?
00:21:25: Ja!
00:21:25: Also ja, hier wird's Krise und jetzt haben wir uns scheiden lassen.
00:21:28: Perfektes Haus weg und alles Scheiße.
00:21:30: Zweihärzt ein Jahr weg komme ich wieder zurück, war ja auf Bali ... Die haben da zuschauen können wie diese Influencer eigentlich komplett auseinanderfallen Und das hat tatsächlich dazu geführt, zumindest bei den Jugendlichen die ich kenne aus der Koharte, die jetzt um die zwanzig sind.
00:21:47: Dass sie sofort irgendwie ... Das war Scam im Mund haben und das sind ja auch so Jugendworte jetzt oder?
00:21:55: Also diese ganzen Jugendwörter sehen ja oft so genau dass irgendwie so Tools dieses Jahr entwickelt haben, um Dinge zu beschreiben, die ganz viel damit zu tun haben, dass das alles einfach nur Fake ist.
00:22:09: Ich meine, das ist sowieso noch mal ein ganz eigener Punkt.
00:22:11: Den ich finde in dieser ganzen Diskussion ob man Social Media für Jugendliche verbieten soll und dann eben solche Dinge kommen.
00:22:16: Ja, man muss ihnen nur mehr Medienkompetenz beibringen was sich total unterschreibt.
00:22:21: Man muss ihnen viel Medienkompatenz beibringen aber wir müssen uns allen Medien Kompetenz beibringen.
00:22:26: Das klingt doch so einfach!
00:22:28: Genau und ich denke mir so... Ich weiß nicht unsere Elterngeneration?
00:22:32: Also ich mache, irgendwann habe ich begonnen während Corona mit meiner Mama ganz viel Medienkompetenz zu üben.
00:22:38: Weil ich mir gedacht hab', ich mag nicht, wer weiß mit welchen Freundenen die abhängt und welche Löcher diese Freundinnen stürzen.
00:22:44: Das
00:22:44: stimmt.
00:22:45: Facebook.
00:22:46: Genau!
00:22:46: Und dann hat sie mir Teil ... ja oder WhatsApp.
00:22:49: Sie hat nicht mal Facebook aber WhatsApp reicht.
00:22:52: Und die sind halt in irgendwelchen Gruppen drin und zum Glück muss ich sagen, sind ihre Freundinnen dann nirgendswo reingefallen.
00:22:58: Aber sie hat mir die ganze Zeit irgendwie dann Videos geschickt.
00:23:00: ist das echt oder nicht?
00:23:02: und da ist es war oder nicht?
00:23:04: Und das sind halt so.
00:23:06: wer soll jetzt den jugendlichen Medienkompetenz... Oder warum soll man nur den Jugendlichen Medien Kompetenz beibringen?
00:23:15: Das kann mich aufregen!
00:23:15: Da könnte ich schon ein empörtes Instagram-Video nach dem anderen machen.
00:23:20: Also, man müsste den Jugendlichen nur mehr Medienkompetenz beibringen und dann können sie sicher und zu verrehen in sozialen Netzwerken sich bewegen.
00:23:28: Ja gut aber was wenn wir Social Media nicht als Information wahrnehmen?
00:23:32: Wenn es die Machtart der Plattform gar nicht erlaubt kompetent sein zu können!
00:23:38: It's up to us figure out how we can still be people In Social Studies erzählen die Teenagers selbst.
00:23:45: Gut, vielleicht ist ja alles ein bisschen ärger weil wir uns schließlich in den USA und noch dazu kurz nach Covid befinden.
00:23:52: Auf einer riesigen High School in LA auf der sich eher reichere Kids mit einigen weniger privilegierten Teenager mischen.
00:24:03: Aber ich glaube nicht dass es grundlegend anders ist!
00:24:06: Alle Protagonistinnen verwenden Social Media – TikTok, Snapchat und Instagram aktiv Posten also auch selbst.
00:24:14: Einige von ihnen machen das auch als Business, als DJ, als Tiktoker.
00:24:18: eine betreibt einen Podcast zu Mental Health.
00:24:21: andere machen Social Awareness Kampagnen.
00:24:23: Das ist wohl der amerikanische Anteil.
00:24:25: aber alle von Ihnen die nicht weiße Jung sind haben Hass erlebt Einige von ihnen regelrechte Hasskampagnen, weil sie zum Beispiel fremd geküsst haben und die gesamte Heißkohl- und alle drumherum Sie im Netz als Bitch gebrandet haben.
00:24:40: Alle haben übersexualisierte pornografische Inhalte mit spätestens zwölf Jahren gesehen.
00:24:46: Alle kämpfen mit einer Vorstellung davon das Sex immer SM bedeutet und Frauen es gut finden müssen sich schlagen oder würgen zu lassen!
00:24:54: Alle jungen Frauen haben ab zwölf Jahren sexualisierte Nachrichten bekommen, oft auch dickbicks.
00:25:03: Alle junge Frauen zeigen auf die Frage wer eine Essstörung hatte oder hat und alle von ihnen sind Medienkompetent genug um zu wissen dass Menschen auf Social Media Filter verwenden ein verschöntes Leben herzeigen viel unwahres reden und sie dort nicht die Wahrheit sehen.
00:25:21: Eine Person erzählt, dass sie aufgehört hat Dinge zu posten die sich selbst gut findet wie ihre eigenen Fotografie-Versuche.
00:25:29: Sondern nur noch Sachen postet, die Likes bringen – mehr oder weniger sexualisierte Fotos von sich selbst.
00:25:37: Eine andere Person erzählt das sie nach einem Selbstmordversuch Fotos aus dem Krankenhaus gepostet hat und es die dann viral gegangen sind.
00:25:46: Wiederum eine andere Person, um hier auch eine positive Geschichte zu erzählen hat auch über Social Media verstanden dass sie trans ist und dort eine Community gefunden.
00:25:57: It's our lifeline but also a loaded gun.
00:26:02: Es
00:26:04: ist halt wirklich dramatisch.
00:26:06: Ich könnte jetzt wieder provozieren, aber gar nicht um das Social Media irgendwie zu verteidigen.
00:26:11: Aber gerade diese sexualisierten Übergriffe und die ganzen Farmen von Mopping gibt es natürlich auch schon immer.
00:26:24: Was total schräg ist, dass Social Media den Leuten hilft auf übergriffe hinzuweisen?
00:26:30: Weil das passiert ja auch!
00:26:32: Also ich meine... Mitu, weil es Social Media gibt wahrscheinlich.
00:26:37: Nein ich mein, es ist sicher auch so dass Social Media dabei geholfen hat solche Grenzen einzureißen also Leute öffentlich zu schämen aufzustehen quasi eine Plattform zu haben die man selbst bedienen kann und nicht darauf angewiesen ist das man durch ne Reihe an Hierarchien muss um die eigene Geschichte erzählen zu können Hat ja total viel gebracht war ja auch der große die große geprisene Idee von Social Media, dass sich die Medien demokratisiert.
00:27:09: Ja und gleichzeitig ist es natürlich sehr viel einfacher, Communities zu bilden und gleichzeitig gibt's aber auch Communities, die genau das Gegenteil bewirken.
00:27:19: Genau!
00:27:20: Also es gibt halt mehr von dem einen...
00:27:22: Es eskaliert die Dinge?
00:27:23: ...von dem anderen oder direktere Dinge vom anderen.
00:27:31: Das habe ich so ein schönes Detail gefunden.
00:27:33: Es ist unsere Lifeline, aber auch unser Loaded Gun.
00:27:37: Also nicht wie man das übersetzen würde.
00:27:40: Ich glaube die meisten Leute sprechen besser Englisch als wir.
00:27:45: Am Schluss fragt die Regisseurin im Gruppengespräch bei dem die Kids ihre Hände immer abgeben.
00:28:02: eine Jugendliche antwortet.
00:28:10: Und dann noch jemand?
00:28:37: Ich wünschte, dass dieses Spass auf einer regularen Basis existiert.
00:29:02: Genau, eben einfach Messages zu schicken und hier Leute... In einem Forum
00:29:06: irgendwelche die unbekannten Menschen
00:29:07: zu treffen.
00:29:08: Und das ist aber das Forum, das ist alles schon... Das ist alles entstanden!
00:29:11: Es ist total verrückt und dann plötzlich sind Blocks kommen und so.
00:29:13: Also es ist alles in Standen.
00:29:15: wir haben dem zugesehen.
00:29:17: ich kann mir gar nicht vorstellen wie es Menschen geht oder wie gar nicht Kinder sagen sondern Menschen geht für die das alle schon gegeben ist was das mit ihnen macht.
00:29:30: Also genau das, was du sagst so plötzlich irgendwie das Gefühl zu haben.
00:29:33: Alles ist Social Media und jegliche Form meiner Science... ...ist mit diesen Werten durchdrungen
00:29:40: Und passiert auch im Internet?
00:29:42: Ich lebe ja auch weil es potenziell aufgenommen werden kann und auf Social Media gestellt werden kann
00:29:48: Und dann gleichzeitig diese Klicksucht also dieser Likesucht die rein steht dadurch?
00:29:53: Also ich habe das nur gesehen beim eben wie im Umfeld mit den Jugendlichen die ich einfach kenne dieses ganze Snap'n und das Ganze, die haben, wer es nicht weiß, Snapchat.
00:30:03: Da gibt sie Fähigkeit anderen Leuten ein Bild zu schicken und wer die Soziologinnen unter euch ist, sagt nur, das passiert eh sicher, müssen wir auch mal nachschauen?
00:30:12: Ja, es wird jetzt tolles Forschungsfeld weil da sind eigene Praktiken entstanden wie diese Funktion eingesetzt wird.
00:30:21: also Freundinnen schicken sich unablässig Snaps, diese Fotos.
00:30:27: Aber je nachdem was abgebildet ist auf diesen Fotos spielt dann gleichzeitig das derzeitige soziale Verhältnis zu der Person wieder.
00:30:37: Wenn du... gibt sicher ob so ist es mir erklärt worden wenn du auf jemanden irgendwie angefressen bist dann schickst ein Snap vor einer Wand Du snapst aber weiter
00:30:47: Weil das die Plattform Weil du sonst bestraft wirst von der Plattform.
00:30:51: Wahrscheinlich
00:30:51: sogar, ja wahrscheinlich sogar und teilweise haben diese Kinder halt Millionen von Snaps und wenn du dir das rausrechnest dann sind das halt teilweise tausend Snaps am Tag.
00:31:02: also wir reden davon Minimum zwei Snaps pro zwei Minuten oder so, keine Ahnung, pro Minute muss man sich jetzt rausrechnen.
00:31:12: Also absurde Zahlen wo man sich denkt das gibt's ja eigentlich gar nicht.
00:31:15: und dann verschisst du die Snap'n die ganze Zeit umherbrochen und heute gibt es wahrscheinlich wieder was anderes.
00:31:21: Es ist halt schon verrückt.
00:31:23: Ich meine könnte ich jetzt umgekehrt die Position annehmen und sagen ja da sollt einfach eine neue Kulturtechnik haben die halt eine neue Kommunikationstechnik?
00:31:32: Ja ich
00:31:32: glaube dass das denieren zerfrisst
00:31:35: dass es halt deine Selbstwahrnehmung total ändert.
00:31:38: Das finde ich halt so krass, dass du Dinge tust weil sie auf Social Media belohnt werden.
00:31:44: Ja verrückt!
00:31:46: Also das die eine Person sagt hat aufgehört zu fotografieren obwohl sie wahnsinnig gerne fotografiert hat?
00:31:50: Weil das nicht belohnte wird auf Social media.
00:31:53: Aber wenn du denkst früher... Früher hat's so auseinandersetzungen gegeben.
00:31:57: wie kann man erinnern ihr habt keine Markenkleidung gehabt und dann war das irgendwie für mich total belastend dass jetzt kein Lieber ist Schienstrage.
00:32:04: Aber die meisten in meiner Klasse waren normaler Mittelstandskinder, die immer solche Dinge gehabt haben.
00:32:10: Oder haben neue Fahrräder gekriegt und kein neues Fahrrad bekommen.
00:32:13: Und ich kann mich noch erinnern wie mir das teilweise belastet hat.
00:32:15: Das war nichts gegen den Vergleichsauseinandersetzungen an die die Kinder heute haben.
00:32:25: Da kommt ja das ganze Social Media-Ding dazu.
00:32:28: oder red ihr noch nicht mal welches Phone hast du sondern auch eben... Wie viele Likes kriegst du auf deinem Bild?
00:32:35: Dann ging's das zu mir.
00:32:37: Weißt du was ich meine,
00:32:38: es ist
00:32:39: so verrückt!
00:32:40: Also bist du jetzt für ein Social Media verboten?
00:32:42: Ich war schon immer für einen Social Media Verbot hier zu einem Anfang gesagt.
00:32:45: Du hast mich nicht
00:32:48: lassen.
00:32:49: Es gibt halt... also ich verstehe schon alles, was dran auch gut sein könnte in der Theorie.
00:32:58: Das habe ich vorhin gemeint hätte ich damals als Jugendliche irgendein Weg gehabt, mich anders in der Welt zu fühlen.
00:33:04: Ich glaube es hätte mein Leben wirklich radikal verändern können.
00:33:08: aber mit all diesen Dingen die da mit einhergehen auf die Art und Weise wie diese Plattformen betrieben werden und mit welcher krassen Art und Weiße sie sich in unser Leben und in unser Sein einschreiben würde ich sagen halt einfach nein.
00:33:26: In einer gewissen Weise führt man dann wahrscheinlich auch die Diskussion falsch und das hast du gerade gesagt.
00:33:31: Wir sollten nicht darüber diskutieren, braucht es ein Social-Media-Verbot sondern braucht es einen Verbot dieser Blattformen.
00:33:37: Das ist nämlich was anderes wie Social Media Verbot
00:33:39: für Jugendliche.
00:33:40: Für Jugendliche aber auch im Allgemeinen.
00:33:41: eigentlich sollten Blatt Formen verboten werden, die diese Formen von
00:33:49: sozialer Interaktion kapitalisieren?
00:33:51: Kapitalisierend!
00:33:52: Aber auf diese Art und Weise ausschöpfen.
00:33:55: Und hätten wir das schon früh genug gemacht, dann hätten wir uns viel Wahnsinn erspart.
00:34:01: Ja ich würde sagen damit hören wir hier auf mit einem schönen Ausblick.
00:34:07: Ich würde euch gerne die Serie verlinken.
00:34:11: es ist allerdings relativ kompliziert die in Europa anzuschauen.
00:34:15: Ich habe einen VPN gebraucht und ein Disney Plus Abo.
00:34:19: Ich weiß nicht ob das aktuell immer noch so ist.
00:34:23: Viel Glück bei der Familie dazu, dass du schaunst.
00:34:27: Ich glaube man muss es aber auch gar nie sehen und zu verstehen
00:34:29: was der Punkt daran ist.
00:34:31: Wir können ein Gespräch mit den Regisseuren in die Show nutz geben und wir freuen uns auf eure Kommentare.
00:34:40: Können Sie
00:34:40: euch jetzt auch gerne einen E-Mail schicken?
00:34:42: Ich freue mich über jedes
00:34:43: Kommentar!
00:34:45: Ich freu' mich wirklich
00:34:46: über jedes.
00:34:46: Auf Überhasskommentare Was wir aber auch gerne von euch wollen, weil wir sind hier ja auch auf einer Plattform und schon den Algorithmen abhängig.
00:34:54: Und deshalb wünschen wir uns von euch fünf Sterne auf diese Folge einfach nur was möglich ist!
00:35:01: Wir hören uns in einer Woche.
00:35:02: Liebe Grüße bis nächste Woche
00:35:04: Tschüss.
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