Hobby Deep Dive Birding: Vogelliebe auf den zweiten Blick
Shownotes
Lust was Neues auszuprobieren? Wie wäre es mit Birding? In Teil 1 unseres HOBBY DEEP DIVES macht sich Sandra auf den Weg zu Kalle und Vero – beide ausgesprochene Vogelliebhaber:innen – um herauszufinden, ob da was dran ist, am In-den-Himmel-gucken..
**Hier der Link zum PDF HOBBY DEEP DIVE: ** https://thekuriousmag.com/voegelfinden
**Und der Link zu Kalles Youtube-Kanal: ** https://www.youtube.com/@KalleNibbenhagen
**Zu Veros Buch "Birding für Ahnungslose": ** https://www.kosmos.de/de/birding-fur-ahnungslose11626449783440178324
**Ihr wollt lieber was über Katzen hören? **Sandra betreibt auch den Podcast Cat People – Der Podcast mit Miau-Faktor: https://pod.link/1866920596
**Infos zum Ornithologen Günther Niethammer: ** https://www.auschwitz.at/guenther-niethammer “Merlin”-App für Vogelstimmen: https://merlin.allaboutbirds.org/
Gesprächspartner:innen: Kalle Nibbenhagen (Vogelbeobachter & Youtuber) Véro Mischitz (Biologin & Comic-Zeichnerin)
KURIOUS RADIO ist ein Podcast von THE KURIOUS MAG, produziert von Sandra Herbsthofer.
Gestaltung, Stimme & Recherche: Sandra Herbsthofer, Redaktion: Iris Borovcnik, Komposition von THE KURIOUS MAG, lizenzfreie Musiken von pixabay.com und artlist.io. Artwork: XY. Vielen Dank an die Gesprächspartner:innen Kalle Nibbenhagen, Véro Mischitz, Felix Lorenz, Lea Vollmer und an meinen Opa.
Mehr Infos zum Podcast gibt es auf www.thekuriousmag.com
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:04: Nein, nicht so förmlich.
00:00:06: Wir starten nicht so förmlich.
00:00:07: Wieso eigentlich?
00:00:09: Hallo, mein Name ist Andreas und wir kommen zu diesem nagelneuen Podcast, The Curious Radio.
00:00:15: Ich bin so aufgeregt, wie selten,
00:00:16: wenn wir hier
00:00:17: im Studio sitzen.
00:00:17: Wir sitzen ja durchaus öfters hier im Studio und wir werden noch öfters im Studio sitzen, weil The Curious Radio ist hier, um zu bleiben.
00:00:24: Wir starten diesen Podcast, weil wir ein Anliegen haben, das wir gerne raustragen in die Welt.
00:00:30: Willst du davon erzählen,
00:00:31: Andi?
00:00:31: Die Welt ein wenig neugieriger zu machen.
00:00:33: Und selbst, um die Welt
00:00:36: zu
00:00:36: nehmen.
00:00:36: Und selbst.
00:00:37: Ich glaube, wir starten irgendwie immer bei uns, aber vielleicht starten wir deswegen auch bei uns und sagen, wer wir sind.
00:00:43: Ja, mein Name ist Andreas.
00:00:44: Ich bin Mit-Herausgeber des Curious Magazines.
00:00:47: Ich glaube, viele von euch, die uns jetzt gerade zuhören, die sind ja wahrscheinlich vom Curious Magazine auf den Podcast gestolpert.
00:00:56: Und nicht auf die andere.
00:00:58: Wir wissen es nicht, aber wir
00:01:00: vermuten es.
00:01:01: Und ich bin Iris und ich bin die zweite Mit-Herausgegerin des
00:01:05: Curious
00:01:05: Magazins.
00:01:06: Die
00:01:06: Chefredakteurin.
00:01:07: Und
00:01:07: das Curious Radius.
00:01:08: Und ich nenne mich auch Chefredakteurin.
00:01:10: Das steht wirklich schwarz auf weiß in der ersten Ausgabe unseres Magazins.
00:01:15: Aber darum soll es nicht gehen, sondern es soll um die Curious Radio gehen und um die Curious Magazine und um die Neugierde, weil darum geht es.
00:01:22: Warum die Neugierde, Andi?
00:01:24: Die Neugierde.
00:01:25: Neugierde.
00:01:27: ist irgendwie fast weitgegriffen.
00:01:30: Ich würde eher sagen, es ist eine grundprinzipielle Einstellung zum Leben und zwar das Leben in seiner ganzen Bandbreite wahrzunehmen.
00:01:38: Weil heutzutage, ich weiß nicht, wie es euch geht und so ist auch die Idee zu diesem Magazin und zu diesem Podcast entstanden, uns geht es oft so, dass wir in unseren alltäglichen Routinen und so wie die Welt gerade auch ein wenig geschaffen ist, oft das Gefühl haben, kannst du dir ein bisschen eingeengt zu sein, vielleicht so in
00:01:56: digitalen
00:01:57: Schleifen festzusitzen oder?
00:01:59: Festzustecken in einem Wahnsinn von Doomscrollen, Apps zu machen, wieder aufmachen und das Gefühl zu haben.
00:02:08: Eigentlich würde ich gerne wieder von irgendwas träumen oder rausgehen oder Sachen machen, aber irgendwie...
00:02:14: Und den Kopf aufmachen.
00:02:15: Ja, den Kopf aufmachen und ich will das Ganze machen ohne... Selbstoptimierungszwang.
00:02:21: Das ist mir ganz wichtig, das beim Curious Magazine und beim Curious Radio zu sagen, wir sind nicht da, um euch zu sagen, wie man Dinge tun muss oder tun soll, damit man besseres Leben lebt.
00:02:31: Wir wissen es selber nicht, wir haben keine Ahnung davon.
00:02:34: Wir haben eine Vermutung.
00:02:35: Wir
00:02:35: haben eine Vermutung.
00:02:37: Und wir haben für das Magazin schon ganz viele Leute getroffen, die zumindest in irgendeinem Teilbereich des Lebens total neugierig sind und total begeistert sind von den Dingen, die sie tun.
00:02:47: Und ich finde nichts ist besser als Begeisterung für irgendwas,
00:02:50: was man mitnehmen kann.
00:02:50: Sich in irgendwas zu verlieren, sich in irgendwas zu verlieren, dass man nicht selbst ist.
00:02:55: Und in dieser Folge, die ihr jetzt hören werdet, basiert nämlich auch genau das, das verlieren in... dem Vögel suchen.
00:03:05: Ja.
00:03:05: Ist es?
00:03:06: Wir haben nämlich für die erste Ausgabe vom Curious Magus in einen kleinen Schwerpunkt.
00:03:11: Den kann man sich auch, wenn man das Magazin noch nicht hat, runterladen auf unserer Website.
00:03:15: Gibt es quasi den Hobby-Deep-Dive, so nennen wir
00:03:18: das.
00:03:18: www.thecuriousmag.com slash.
00:03:22: vögel finden vor Egel finden.
00:03:25: Wir verlinken das einfach, oder?
00:03:26: Stell mir einen Link in die Schuhe.
00:03:27: Das kann man schon machen.
00:03:29: Ein Hobby gibt, darf so nennen wir das, weil wir nämlich die Vermutung haben, dass ein Hobby potenziell uns rausbringt aus so einem Alltagstrott.
00:03:37: Aber die große Frage ist natürlich, wie kann man ein Hobby überhaupt starten, ohne dass es wieder so ein To-do auf einer To-do-Liste ist oder irgendwas, was man eigentlich gern tun würde oder wo man irgendwie mal hübsche Fotos davon macht und die dann postet, seien sich wirklich irgendwo rein zu nörden und rein zu begeben und irgendwas.
00:03:53: eine neue Begeisterung für was Neues zu kriegen.
00:03:56: Und das Vögelbeobachten aus Börding ist so der Schwerpunkt für diese Ausgabe.
00:03:59: Andi, wie geht es dir mit Vögelbeobachten?
00:04:01: Es ist eigentlich total interessant, weil wir eigentlich beide nix mit Vögeln, no pun intended.
00:04:07: Das muss man dazu sagen, am Hut hatten, bevor wir tatsächlich auf diesen Schwerpunkt gekommen sind, weil ich bin mir gar nicht sicher, wie es passiert ist.
00:04:16: Die Idee ist mal kurz aufgekommen.
00:04:18: Was ist eigentlich mit dem Birding?
00:04:20: Wir wissen, dass es da große Gemeinschaft gibt.
00:04:22: Es gibt schon, wenn man so will, den Social Proof.
00:04:25: Es gibt schon viele Menschen, die sich mit diesem Hobby beschäftigen.
00:04:28: Und wie wir dann aber angefangen haben, uns dann tatsächlich ein wenig nur in dieser Welt zu bewegen, ist es eigentlich relativ schnell gegangen mit der Erkenntnis, dass das ein echt cooles Hobby ist.
00:04:43: Du sagst es so und ich glaubte das, aber jetzt ganz ehrlich.
00:04:49: Du warst bei vielen Dingen beteiligt bei diesem Magazin.
00:04:51: Beim Birding-Schwerpunkt war es jetzt nicht so ganz involviert, weil ich weiß nämlich, wie das zustande kommen ist.
00:04:56: Mir ist der Rado begegnet und der Rado hat mir auf einer Gartenpartie...
00:04:59: Der muss bitte erklären.
00:05:01: Der Rado, der kommt in der nächsten Folge vor zum Birding, der ist ein Freund einer Freundin und der war... Bei einer Gartenparty ist er einfach aufgetaucht und ist da gesessen und hat irgendwann begonnen, über eine Birding-Szene zu sprechen.
00:05:14: Das war noch bevor es diese große Doku-Listers geben hat auf YouTube.
00:05:18: Vielleicht hat die irgendjemand gesehen, dass es so... Da geht es um diese extreme Birding-Szene, die ganz viele Dinge einfach von einer Liste abhaken wollen und wo es dann ganz viel im Konkurrenz.
00:05:27: und wer ist der Beste, wer findet mehr Vögel in welchem Gebiet und so Dinge geht.
00:05:31: Ranglisten.
00:05:32: Ranglisten.
00:05:35: Der Rado hat davon erzählt.
00:05:37: Gleichzeitig hat er von Burden erzählt, wie er das findet.
00:05:41: Irgendwas hat das in mir ausgelöst, wo ich mir gedacht habe, dem muss man hinterhergehen.
00:05:45: Und Rado kommt eben in der nächsten Folge vor.
00:05:48: Diese Folge ist Sandra unterwegs und hat noch zwei Leute getroffen, die was mit Burding auf dem Hut haben.
00:05:56: Das ist auch lustig, mit einem Burding auf dem Hut haben.
00:05:59: Wie so ein Vögelchen, das dann am Hut sitzt.
00:06:02: Einerseits mit Kalle, ein YouTuber.
00:06:04: der den YouTube-Kanal Ornithologie für Anfänger betreibt.
00:06:09: Und so ein ganz bisschen kautziger, knuffiger Mensch, der im Wald rumläuft und Vögel
00:06:16: sieht.
00:06:16: So
00:06:16: viele Vögelbezüge,
00:06:17: ein kautziger YouTuber.
00:06:18: Ja, ja.
00:06:19: Und dann Vero Mischitz, genau.
00:06:24: So heißt die Person Vero Mischitz, die die Sandra auf einem Friedhof getroffen hat und die noch mal einen ganz anderen Ansatz zum Birding hat.
00:06:31: Und jetzt habe ich mich ein bisschen verloren, weil eigentlich war die Frage, was du tatsächlich, jetzt außer dieser schönen Geschichte, dass wir das Birding als Thema haben, tatsächlich mit Vögelbeobachtern am Hut habenst.
00:06:43: Wann hast du das letzte Mal einen Vogel beobachtet?
00:06:48: Ich beobachte die Vögel hauptsächlich durch mein Schlafzimmerfenster.
00:06:53: Weil wir haben da einen Nest von Schwarz.
00:06:59: Schwarz.
00:07:01: Schwarz.
00:07:02: Ich weiß nicht.
00:07:03: Die schwarz-raden.
00:07:05: Es gibt die weißen Kränen, genau.
00:07:07: Und dann gibt es die kompletts schwarzen Kränen.
00:07:10: Und die Nesten direkt vor meinem Schlafzimmerfenster.
00:07:15: Im
00:07:16: Baum.
00:07:18: Und die Beobachthemen, die kommen auch manchmal im Winter wieder.
00:07:21: Kommen die ans Fenster?
00:07:22: Nein, die kommen zum Nest und überprüfen, ob es noch irgendwie funktionsfähig ist und bauen dann weniger rum.
00:07:31: Und dann gehen sie wieder, aber eigentlich fängt es dann ab.
00:07:33: keine Ahnung, ob jetzt März oder so, fangen sie dann tatsächlich an, dieses Ding zu bauen.
00:07:38: Also die beobachte ich, beobachte ich und daneben habe ich auch immer ein Plastiksackl beobachtet, das genau daneben im Baum gehängt ist.
00:07:47: Und wie ich jetzt auf Urlaub war, über Weihnachten bin ich zurückgekommen und das Plastiksackl war weg.
00:07:53: Und es hat was mit den
00:07:54: Krähen zu tun?
00:07:55: Hat überhaupt nichts mit den Krähen zu tun, aber da ist man zum ersten Mal aufgefallen, dass du eine Emotionale Beziehung zu einem Plastik-Sack aufbauen kannst.
00:08:10: Das nächste Hobby wird sein, das wissen wir eigentlich eh schon fast.
00:08:13: Nein,
00:08:13: nein, das machen wir gar nicht sagen.
00:08:16: Jetzt bleiben wir mal hier beim Börden und beim Vögel beachten.
00:08:19: Die Crenen sind ja super.
00:08:21: Vielleicht machen wir auch noch, versuchen wir jetzt noch näher zu, weil Crenen kommen gar nicht vor.
00:08:25: Aber Kränen sind eigentlich super spannend.
00:08:27: Vielleicht laden wir noch irgendjemand zu Kränen ein.
00:08:29: Das
00:08:29: stimmt, ja.
00:08:30: Das
00:08:30: ist total
00:08:30: spannend der Tiere.
00:08:32: Da habe ich ja ganz furchtbare Geschichten zu kränen.
00:08:34: Es gibt ganz tolle und ganz furchtbare,
00:08:35: glaube ich.
00:08:37: Aber wie ihr merkt, wir haben selber wenig Ahnung vom Vögel beobachten.
00:08:40: Überhaupt keiner.
00:08:40: Und deswegen sind wir hier nicht eure Expertinnen für das Birding, sondern eure... Abenteuerfreundinnen.
00:08:48: Das
00:08:48: ist sehr lieb gesagt.
00:08:49: Das
00:08:49: wäre schön.
00:08:50: Wir würden gerne eure Abenteuerfreundinnen und Begleiterinnen sein, bei dem Versuch irgendwie was Neues auszuprobieren.
00:08:56: Weil alles, was ihr im Curious Radio entdeckt, entdeckt ihr mit uns.
00:09:01: Also wir entdecken das für euch und mit euch.
00:09:05: Und ich hoffe, dass ihr uns ein Stück begleitet.
00:09:10: Ja.
00:09:11: Und bevor wir jetzt an Sandra übergeben... Wollte ich noch gerne eine Telefonnummer durchgeben?
00:09:16: Wichtig, ganz
00:09:16: wichtig.
00:09:17: Null
00:09:18: für drei, so beginnt's mal.
00:09:20: Okay, für Österreich, wenn du das noch nicht gehört hattest.
00:09:23: Dann geht es sechs, sieben, sechs.
00:09:28: Wir blättern im Magazin.
00:09:28: Wir
00:09:28: blättern im Magazin, das ist wirklich...
00:09:31: Ganz vorne.
00:09:32: Ja, oder hinten beim Segeln.
00:09:34: Ganz vorne.
00:09:35: Da beim Segeln.
00:09:38: Also unsere Service Hotline, wofür ist die da?
00:09:41: Die Service Hotline können sich alle melden über WhatsApp oder Signal und Sprachnachrichten am liebsten schicken.
00:09:48: Ihr könnt auch dazusagen, ob wir die verwenden dürfen oder nicht.
00:09:51: Wir würden nochmal nachfragen.
00:09:52: Jedenfalls wollen wir einfach von euch hören, wie es euch geht.
00:09:55: Habt ihr schon mal Vögel beobachtet, habt ihr das noch nie gemacht, seid ihr die totalen Experten und wir mal reden der totalen Blödsinn und ihr wollt sonst Fact-Check'n.
00:10:04: Aber nicht nur das, sondern auch ganz generell.
00:10:07: quasi eurer direkter Draht zum curious make oder direkt in die redaktion.
00:10:11: und wir haben ja in diesem magazine unterschiedliche segmente und eines davon ist beispielsweise dass wir die sammlungen von menschen featuren in diesem.
00:10:25: In dieser Ausgabe gibt es eine Sammlung von ganz tollen Briefmarken von Boogie.
00:10:32: Falls ihr irgendetwas habt, das ihr herzeigen wollt oder uns Empfehlungen geben wollt.
00:10:35: Vielleicht
00:10:36: hat jemand eine Vogelfeder-Sammlung zum
00:10:37: Beispiel.
00:10:38: Das wäre extrem passend.
00:10:39: Ja.
00:10:40: Okay, dann, Entschuldigung, ich habe dich unterbrochen.
00:10:42: Dann einfach melden.
00:10:45: Sprachnachricht, Fotoschicken, direkter Draht.
00:10:48: zum Dequeue ist mehr gesagt.
00:10:49: Und am besten abspeichern in einem Telefon.
00:10:50: Hier kommt die Nummer.
00:10:51: Sechs, sieben, sechs.
00:10:55: Sechs, sieben, dreizehn, neun, neun, sieben.
00:10:59: Ich finde es schön, dass eine Dreizehn drin
00:11:00: ist.
00:11:00: Das ist eigentlich schön, oder?
00:11:01: Null, null für drei.
00:11:03: Sechs, sieben, sechs.
00:11:07: Sechs,
00:11:07: sieben, dreizehn,
00:11:08: neun, neun, sieben.
00:11:08: Das geht sich
00:11:09: aus.
00:11:09: Gut, das heißt aber... Und
00:11:10: damit sagen wir tschüss.
00:11:11: Das war es von unsererseits.
00:11:13: Und die erste Folge in der Queues Radio kann damit beginnen.
00:11:19: Danke Sandra.
00:11:23: Meine Kindheit war sehr naturnal.
00:11:28: Ich bin in Niederösterreich einige Kilometer südlich von Wien aufgewachsen.
00:11:32: Eine kleine Gemeinde am Rande eines Auwaldes.
00:11:36: Mein Opa ist jeden Tag nach der Schule mit mir und meinem Cousin in den Wald gegangen.
00:11:41: Darauf hat er bestanden, bei jedem Wetter.
00:11:45: Wir haben Bäume bestimmt, Schmetterlinge beobachtet, Steine gesammelt, Verstecken gespielt und Pfeil und Bogen aus Holzstücken gebastelt und damit dann um die Wette geschossen.
00:11:58: Ein Tester ist wirklich ein Vogelparadies.
00:12:01: Glaubt man, dass es viele Gebiete gibt?
00:12:04: Wenn man da geht in der Früh, was da für Vögel sind, das ist unwahrscheinlich.
00:12:09: Das ist mein Opa.
00:12:11: Wir sitzen auf seinem Balkon und schauen abwechselnd mit seinem Feldstecher in die Landschaft.
00:12:16: Da sind den Baum da unten.
00:12:19: Da sind es auch Vogelwurther.
00:12:21: Da unten gleich.
00:12:22: Nein, da unten.
00:12:23: Da sind die Schüchel drinnen, die Tarnisten.
00:12:30: Meisen, Rotschwänzchen sind da, so Grünlinge, wie schon gegen Stieglitz sind da.
00:12:37: Er ist, man hört es hier ganz gut, ein leidenschaftlicher Vogelbeobachter.
00:12:42: Jeden Morgen dreht er seine Runden durch den nahegelegenen Wald.
00:12:47: Aber jetzt, je vor kurzem erst, bin ich weg gegangen, da bin ich mir vollkommen wie ein Safaripark.
00:12:53: Ja, da sieht man ja was.
00:12:54: Ich gehe gerne in da, was ich da schon was gesehen habe.
00:12:58: Das Größte, was ich je erlebt habe, war, da bin ich mit der Elfe spazieren gegangen.
00:13:02: Elfe, das ist meine Oma.
00:13:04: Das war ein spät Herbst.
00:13:06: Ein schöner Tag.
00:13:08: Das muss gewesen sein so Mitte September.
00:13:13: Ende September war das ein schöner Tag, ein wunderschöner Tag.
00:13:16: Wir gehen da rauf.
00:13:17: Wir fahren mal schauen, wir sind in der Wiese über fünfzig Störchen.
00:13:23: Und über der Pistin drüber, da ist also eine Wiesenfläche, war ein Name Fünfzig.
00:13:29: Und wir haben das Bäre gezählt, das waren über hundert Störche.
00:13:33: Das habe ich ein einziges Mal in Lema, wie ich das gesehen habe.
00:13:38: Da reden wir heute noch drüber.
00:13:39: Ich kann es sich nicht erinnern, wie wir die Störche gesehen haben.
00:13:42: Hundert über hundert Störche, wir haben jetzt hundert zwei Störche.
00:14:07: Als mich die KollegInnen vom The Curious Mag gefragt haben, ob ich mir vorstellen könnte, einen Beitrag über Birding, also Vogelbeobachtung als Hobby zu machen, habe ich direkt ja gesagt.
00:14:19: Dabei bin ich vielleicht gar nicht unbedingt die beste Person dafür.
00:14:24: Sorry Curious Mag, dass ihr das so erfahren müsst.
00:14:27: Aber im Gegensatz zu meinem Opa hat mich das Beobachten von Vögeln irgendwie nie so richtig abgeholt.
00:14:33: Schmetterlinge oder kleine Säugetiere fand ich als Kind viel cooler.
00:14:38: Auf unseren Spaziergängen gab es immer irgendwas zu sehen.
00:14:41: Feldhasen, die am Wegrand saßen, Nutrier, das sind kleine Biberratten und andere Säugetiere, die am Flussbett auf der Suche nach Nahrung waren.
00:14:51: Ein holer Baumstamm, in dem man sich super verstecken konnte.
00:14:58: Aber mit den Jahren ist meine Verbindung zur Natur irgendwie schwächer geworden.
00:15:04: Und im Wald war ich gefühlt seit Jahren nicht mehr.
00:15:07: Also zumindest nicht so richtig, nicht bewusst, um Tiere oder Bäume zu beobachten.
00:15:13: Ach ja, und die Vogelstimmen, die ihr hier im Hintergrund hört, die kommen von einer Schallplatte.
00:15:23: Vogelstimmen Mitteleuropas.
00:15:25: Ich habe sie vor circa einem Jahr auf dem Flohmarkt gefunden und fand es irgendwie witzig.
00:15:31: Am Cover der LP ist eine Eule mit weit aufgerissenen Augen drauf.
00:15:36: Der Titel ist groß und leuchtend.
00:15:38: bisschen trashiger einfach.
00:15:40: Ich habe sie damals mitgenommen und jetzt spielt sie in meiner Wiener Altbauwohnung.
00:15:47: Also zumindest bis meine Katze die Nadel des Blattenspielers attackiert.
00:15:53: So als würde sie sagen, Sandra, das bin übrigens ich, es reicht jetzt.
00:16:06: Und es reicht wirklich, also mit dem Vogelgezwitscher aus der Dose und mit den verblassenden Erinnerungen an die Erlebnisse im Wald.
00:16:14: Für mich war klar, ich brauche dringend ein Abenteuer in der Natur.
00:16:19: Und diese Recherche, die kommt da genau zum richtigen Zeitpunkt.
00:16:23: Also habe ich mich auf die Reise gemacht, um der Vogelbeobachtung nochmal eine Chance zu geben.
00:16:29: Ich will herausfinden, was macht Birding aus?
00:16:33: Wieso sind so viele Menschen von der Vogelbeobachtung fasziniert, Und wer sind die Menschen, die leidenschaftlich gerne in den Himmel schauen?
00:16:52: Ich sitze in einem ICE Richtung Frankfurt.
00:16:58: Dort muss ich umsteigen, um meine Enddestination zu erreichen.
00:17:03: Freiburg Freiburg ist eine Stadt im Südwesten Deutschlands, in Südbaden.
00:17:09: Ich treffe dort Kalle Nebenhagen.
00:17:11: Er ist Vogelbeobachter und YouTuber.
00:17:14: Und er ist ein Nerd.
00:17:16: Und ich meine das echt mit viel Liebe und im allerbesten Sinne.
00:17:20: In seinen Videos macht Calle Deep Dives zu allen möglichen Vogelarten und erklärt, wie man Vögel erkennen und zuordnen kann.
00:17:27: Also im Gegensatz zu meinem Opa ist Birding für Calle nicht mehr nur ein Hobby.
00:17:31: Er hat mittlerweile unter anderem ein Buch über die Bestimmung von Vogelarten geschrieben, bietet geführte Beobachtungen an, kurzum er hat sein Hobby längst zum Beruf gemacht.
00:17:40: Kalle und ich haben uns für einen Waldspaziergang der etwas anderen Art verabredet.
00:17:45: Dazu aber gleich mehr.
00:17:47: Vorher muss ich erst mal zehn Stunden Bahnfahrt hinter mich
00:17:50: bringen.
00:17:58: Also ich in Freiburg.
00:17:59: aus dem ICE-Steiger fällt mir sofort auf, wie grün die Stadt ist.
00:18:03: Und ich denke mir, dass ich noch nie so viele Fahrräder auf einem Haufen gesehen habe.
00:18:07: Also außerhalb von Holland.
00:18:09: Freiburg ist eine...
00:18:11: Fahrradstadt.
00:18:12: Auf jeden Fall.
00:18:13: Es gibt hier sogar Fahrrad-Auto-Bahnen.
00:18:16: Ne, wie heißen
00:18:17: die?
00:18:17: Das ist Felix.
00:18:18: Früher waren wir Arbeitskollegen.
00:18:20: Heute darf ich bei ihm und seiner Freundin Lea übernachten.
00:18:23: So,
00:18:23: Fahrrad-Schnellstraßen.
00:18:25: Genau, das ist Lea.
00:18:26: Die beiden leben schon lange in Freiburg.
00:18:28: Und da kannst du breitstüchtig die ganze Stadt fahren, ohne von irgendwelchen Ampeln oder Autos belästigt zu werden.
00:18:34: Ja, aber es ist vor allem... Und das möchte ich wirklich ganz unironisch sagen, die ganze Zeit gutes Wetter quasi.
00:18:41: Das finde ich eigentlich.
00:18:42: Das war für mich so dumm, das klingt, aber ich habe damals, als ich von zu Hause weggezogen bin, gegoogelt, was die wärmste und sonnreichste Stadt Deutschlands ist.
00:18:51: und dann kam Freiburg und dann bin ich dahin gezogen
00:18:54: und es stimmt.
00:18:55: Okay, kurze Werbeeinschaltung für Freiburg.
00:18:58: Freiburg gilt als Sonnenstadt.
00:19:01: Obwohl die Stadt nur auf Platz zwei im Städte-Ranking der wärmsten Städte Deutschlands landet.
00:19:10: Auf Platz eins ist Warkhäusel.
00:19:12: Das ist eine Stadt, die ebenfalls in Baden-Württemberg liegt.
00:19:16: Okay, aber Platz zwei ist jetzt auch nicht schlecht.
00:19:18: Aber wegen dem tollen Wetter bin ich eigentlich gar nicht hier, sondern deswegen.
00:19:23: Ansonsten würde ich sagen,
00:19:24: ein
00:19:25: besonderer Punkt von Freiburg ist, dass es so mitten im Wald liegt.
00:19:30: Also es ist ja eigentlich so ein Geben vom Schwarzwald.
00:19:34: Ich finde, das ist eigentlich schon relativ einzigartig für eine deutsche Stadt.
00:19:37: Das kennt sonst, glaube ich, keine, die so praktisch umgeben ist von Wald.
00:19:41: Und eigentlich egal, wo du bist in der Stadt, ich würde sagen, in einer von zehn, fünfzehn Minuten bist du im Wald.
00:19:47: Der Schwarzwald ist eine der artenreichsten Regionen in Deutschland.
00:19:52: Hier gibt es besonders viele verschiedene Vögel.
00:19:55: Unter anderem deshalb, weil es sehr dichte Nadel- und Mischwälder gibt, aber auch Wiesen und Moore.
00:20:02: Die Region liegt auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... Ich bin auf dem Weg zu einem Waldstück unweit von Freiburg.
00:20:40: Dort bin ich mit Kalle Nebenhagen verabredet.
00:20:42: Kalle hatte ich euch ja schon vorgestellt, er ist Vogelbeobachter und YouTuber und er kennt sich ziemlich gut mit Vogelbeobachtung aus.
00:20:51: Auf seinem YouTube-Kanal Ornithologie für Anfänger erklärt er, wie man dabei am besten vorgeht und wie man verschiedene Vögel bestimmen und erkennen kann.
00:21:00: Und das sollen wir heute erklären.
00:21:03: Und zwar ist es zwischen Emmending und heute hier.
00:21:10: Kennen Sie das?
00:21:10: Das dürfte zum Parkplatz sein.
00:21:13: Gibt es keine Adresse,
00:21:14: oder?
00:21:15: Nee.
00:21:16: Ich kenne Kalle eigentlich nur von einem telefonischen Vorgespräch.
00:21:20: Das wird mir früh morgens im Taxi auf einmal klar.
00:21:24: Ich treffe gleich einen unbekannten Mann alleine in einem Wald nachts.
00:21:32: Okay, vielleicht habe ich mich da ein bisschen reingesteigert, aber ich mein, hey, Kalle könnte genauso gut ein Serienkiller sein.
00:21:37: Und spätestens jetzt fühlt sich alles wirklich abenteuerlich an.
00:21:43: So, und jetzt müsste dann mal eine Abbiegung nach links möglich sein.
00:21:47: Jetzt genau hier.
00:21:49: Als wir schließlich das Waldstück erreichen, ist Kalle schon da.
00:21:57: Ja, genau.
00:21:58: Ah ja, ich glaube, da werde ich schon erwartet.
00:22:01: Dankeschön.
00:22:02: Und Spoiler, Kalle ist kein Serienkiller, sondern ein echt netter Typ.
00:22:07: Hi, guten Morgen.
00:22:10: Wie geht's dir?
00:22:13: Ach gut, von dir.
00:22:14: Ach gut.
00:22:14: Nein, du.
00:22:15: Groß Aschblorn des Kurzes Haar, Brille, sehr sympathisches Lächeln.
00:22:20: Er ist in meinem Alter also fast.
00:22:21: Ich bin einunddreißig und Kalle ist sechsundzwanzig.
00:22:25: Es ist an meinem Morgen, aber saughalt.
00:22:29: Mein iPhone zeigt an vier Grad.
00:22:32: Ziemlich schlechte Leistung für die sogenannte Sonnenstadt, finde ich.
00:22:36: Kalle ist mit dem Fahrrad gekommen.
00:22:38: Er wohnt bloß ein paar Kilometer entfernt.
00:22:41: Als wir in den Wald gehen, reibt er seine Handflächen aneinander und steckt die Hände in die Jagdentaschen.
00:22:48: Er ist echt, echt noch frisch.
00:22:49: Ich bin froh, die Hände in der Tasche haben zu können.
00:22:57: Gut.
00:22:57: Den Luxus habe ich jetzt nicht, denn ich dokumentiere unseren frühmorgentlichen Spaziergang ja mit dem Aufnahmegerät.
00:23:03: Aber dafür habe ich über das Mikrofon alle Geräusche noch mal ein bisschen intensiver am Ohr.
00:23:13: Und das, was ich da höre, ist wirklich gigantisch.
00:23:19: Im Wald ist es dunkel, durch die Baumkronen ist zwar schon so ein grüner Lichtstreif zu sehen, der den Sonnenaufgang ankündigt, aber die dichten Blätter lassen das Licht noch gar nicht so richtig durch.
00:23:37: Und aus dieser
00:23:38: Dunkelheit
00:23:44: erhebt sich auf einmal ein echtes Vogelkonzert.
00:24:31: Man merkt wirklich, wie so nach und nach die Vögel dazukommen.
00:24:36: Genau aus dem Grund haben wir uns so früh heute getroffen.
00:24:38: Das ist wirklich eine, ich finde, eine ganz besondere Erfahrung.
00:24:42: Und selbst für Leute, die sich jetzt nicht primär für Vogelbeobachtung interessieren, ist das schon auch immer was, wofür sich die Leute begeistern können.
00:24:50: Habe ich das Gefühl, weil es einfach so dieses Die Natur erwacht und man merkt, wie es langsam lauter und heller wird und wärmer.
00:24:57: Das ist schon auch was, was alle in irgendeiner Form faszinieren kann.
00:25:02: Also wir stehen in diesem Waldstück und auf einmal ist es wahnsinnig laut um uns herum.
00:25:08: Und während die Vögel immer lauter werden, werde ich gefühlt immer ruhiger.
00:25:15: Ja und ich finde das Erde total.
00:25:17: Also egal, ob man jetzt die Vögel bestimmt oder nicht, es ist irgendwie so was.
00:25:22: ganz beruhigendes und für mich ist es immer so, dass ich dann die Möglichkeit habe, aus dem Alltag auszusteigen und im Moment zu sein, an wenig anderes zu denken.
00:25:36: Also das, was für andere vielleicht Meditationen ist.
00:25:40: Ja, was manche auf jeden Fall auch beim Sport haben.
00:25:43: Das finde ich auch was, was man bei der Vogelbeobachtung haben kann.
00:25:46: Dass man einfach wirklich totale Momente sind und nichts anderes denkt, sowieso auch konzentriert ist in irgendeiner Form.
00:25:55: Ja, das hat, finde ich, auf jeden Fall was.
00:26:06: Ich kann das irgendwie nicht so richtig gut beschreiben, aber diese Mischung aus dem Geruch der Bäume.
00:26:11: Das konzentrierte Hören der Vogelstimmen, das Knacken der Äste, über die wir laufen, das hat mich irgendwie wieder totale meine Kindheit zurückversetzt.
00:26:22: Und für einen kurzen Moment war ich wieder mit meinem Opa im Wald.
00:26:31: Ich habe diese Begeisterung für Vögel bisher ja nicht wirklich mit meinem Opa teilen können.
00:26:37: Aber wie wir hier so im Wald stehen, so früh morgens und der Natur lauschen, ja, das hat irgendwie was, um es mit kalles Worten zu sagen.
00:26:54: Um uns herum sind ungelogen zwanzig verschiedene Vogelstimmen zu hören, die sich wild übereinander legen.
00:27:09: Und ich habe wirklich Mühe, die einzelnen Stimmen herauszufiltern.
00:27:13: Also immer, wenn ich versuche, mich auf eine Stimme zu konzentrieren, verliere ich sie im nächsten Augenblick.
00:27:19: Und Kalle, der bestimmt einfach einen Vogel nach dem anderen, nur im Gesang.
00:27:26: So ein Wunsch, welch Trommel, tatsächlich hört man von dahinten auch schon den ersten.
00:27:30: Trauerschnepper, es gehört zum Mittelspächt.
00:27:33: Das ist die Singenrossel.
00:27:34: Das hört man hier schon, die erste Kohlmeise.
00:27:36: Die ist da oben.
00:27:38: Das ist jetzt ein Stach.
00:27:42: Viel mehr ist das gar nicht.
00:27:45: Das gehört zum Grauschnepper.
00:27:46: Die Vogelstimmen, die man hier relativ nahe hat, ist wieder die Mainz-Glasmöcke.
00:27:49: Hier ist immer wieder noch ein Zilp-Zeib zu hören.
00:27:52: Das ist
00:27:52: der Regenruf
00:27:53: vom Buchfink.
00:27:54: Ah, ein Kleiber.
00:27:58: Okay.
00:27:59: Wir haben heute Morgen ja auch gemerkt, wie eigentlich fast alles akustisch erstmal läuft, also gerade im Frühling.
00:28:08: Das ist das Schöne.
00:28:09: Ja, das ist ein bisschen mein Glück.
00:28:11: Ich habe nämlich keinen Feldstecher dabei.
00:28:13: Aber weil die Baumkronen aktuell so satt und dicht sind, hat man momentan eh fast keine Chance, die Vögel so richtig zu Gesicht zu bekommen.
00:28:21: Mentale Notiz für mich, das nächste Mal Feldstecher mitbringen.
00:28:25: Aber auch ohne visuelle Komponente ist der Morgen für mich wirklich eindrucksvoll.
00:28:30: Ja, es ist einfach, ich finde es jedes Mal wieder besonders.
00:28:34: Dieses Frühjahr aufstehen, klar macht das nicht immer Spaß.
00:28:38: Und ich bin auch irgendwann froh, wenn die Saison dann endet und man im Winter auch einfach nachmittags oder tagsüber unterwegs sein kann, weil eh nicht viel singt.
00:28:48: Aber jedes Mal, dann auch eigentlich in dem Moment, wo es vorbei ist, auch schon wieder die Vorfreude aufs nächste Jahr, wenn es dann im Frühling wieder früh losgeht.
00:28:56: Weil es einfach, ja, es ist noch mal was ganz anderes.
00:28:59: Es ist so besonders, wenn so viele Arten da sind, wenn so viel mehr zu beobachten ist und auch diese Veränderung zu sehen oder zu hören ist.
00:29:11: von Woche zu Woche, wie neue Arten da sind oder wie manche Arten wieder leiser werden oder diesen Zyklus übers Jahr zu begleiten, finde ich echt total interessant.
00:29:49: Kalle und ich sind einige Stunden unterwegs, in denen er mir alles Mögliche über Vögel erzählt.
00:29:55: Meine top drei Vogelfunfacts habe ich hier übrigens bei euch zusammengetragen als Gesprächsopener für eure nächste Homeparty.
00:30:03: You're welcome.
00:30:05: Erstens.
00:30:06: Stare können andere Vögel sehr gut nachmachen.
00:30:09: Die singen zum Beispiel gerne wieder Pirol.
00:30:12: Also dieses Flöten weben wir gerne mit in ihren Gesangen ein.
00:30:17: Finde ich immer interessant, weil die Pirole kommen im Ende April, Anfang Mai bei uns an.
00:30:23: Die Stare kommen in Februar an oder sind vielleicht auch das ganze, den ganzen Winter auch bei uns.
00:30:29: Und die singen dann zum Teil diesen Pirolgesang im Februar oder März, wo die schon längere Zeit nicht mehr mit dem Pirol in Kontakt gekommen sind.
00:30:39: Also die merken sich dann den Gesang vom Vorjahr, die überwintern auch in verschiedenen Orten, also haben auch dort keinen Kontakt zueinander.
00:30:46: Und wenn sie dann hier wieder sind und anfangen zu singen, dann ist das einmal der Pirolgesang wieder mit dabei.
00:30:52: Zweitens, der Kuckuck kann die Eier anderer Vögel imitieren.
00:30:57: Auch das steht an spannender Vogel.
00:30:58: Einzige Vogel bei uns, der ja nicht selbst brütet, oder die legen anderen Vögeln, meist deutlich kleineren Vögeln, ein Ei ins Nest und schmeißen ein anderes raus.
00:31:10: Und in der Hoffnung, dass das nicht auffällt, brütet dann der Teichrausänger oder das Rotkirchen oder die Ümensgrasmücke den jungen Kuckuck aus.
00:31:21: Der Kuckuck schlüpft zuerst, wirft dann die Eier der eigentlichen ... Vögel, also die eigentlichen Jungvögel, das Wirtsvogels aus dem Nest.
00:31:31: und weil die Eltern dann so einen heftigen Futtertrieb haben, füttern die dann diesen jungen Kuckuck, obwohl der später dann sogar meistens deutlich größer ist, als die eigentlichen Eltern.
00:31:44: Auch das finde ich sehr, sehr spannend.
00:31:47: Wenn man dann noch weiter in die Tiefe gehen will, da gibt es einen Vögel oder Kukuke.
00:31:51: Die weiblichen Kukuke müssen aufpassen, dass sie ja nicht entdeckt werden dabei.
00:31:57: Und dadurch, dass die Wirtsvögel, also ein Rotkirchen-Ei, sieht ganz anders aus als ein Teichrohrsänger-Ei.
00:32:03: Und die Kukuke sind da drauf geprägt, sozusagen ... das Ei des Wirtsvogels perfekt nachzumachen.
00:32:13: Das heißt, ein Kuchuk, der selbst bei einem Teichrausänger geschlüpft ist, der kann dieses Ei imitieren, kann aber bei einem Rotkächchen das Ganze nicht machen.
00:32:23: Und insofern gibt's da, ja, die Weibchen sind da total spezialisiert auf eine bestimmte Vogelart, was das Ganze für mich zumindest noch mal interessanter macht.
00:32:37: Und drittens?
00:32:38: Es gibt tatsächlich auch Arten, bei denen die Weibchen um die Männchen balzen.
00:32:43: Welche sind das zum Beispiel?
00:32:44: Das sind die Wasserträter bei uns.
00:32:49: Also die brüten nicht bei uns, aber dann weiter im Norden, in Skandinavien oder Grönland in der Arktis.
00:32:56: Also das Odinshühnchen und das Torshühnchen.
00:33:02: Ja, das ist so... Also, macht eigentlich keinen Sinn, warum die so heißen.
00:33:06: Das ist tatsächlich noch ein Relikt aus der Nazi-Zeit.
00:33:09: Wait.
00:33:10: Was?
00:33:11: Also, okay.
00:33:13: Tatsächlich heißen diese Vögel bis nineteen siebenund treißig schmalschneppliger Wassertreter und plattschneppliger Wassertreter und wurden später vom deutschen Vogelkundler Günter Niedhammer umbenannt.
00:33:26: in Odinshühnchen und Torshühnchen, quasi also Marsch an die germanische Kultur, die die Nationalsozialisten so verehrten.
00:33:35: In der Recherche bin ich dann in so ein kleines Rabbit Hole gekippt, denn dieser Günther Niedhammer, der war nicht nur Ornithologe mit Nazi-Ideologie, er war auch Mitglied der Waffen-SS und für einige Zeit Wachmann im KZ Auschwitz.
00:33:49: In Auschwitz hat er die Vogelwelt untersucht.
00:33:52: Allein dieser Satze ist schon total crazy.
00:33:56: Und seine Untersuchungen wurden anschließend auch veröffentlicht, unter anderem in den Aufzeichnungen des Naturhistorischen Museums in Wien.
00:34:03: Später beim Krakauer Ausschwitzprozess wurde auch Günther Niedhammer verurteilt.
00:34:08: Erst zu acht Jahren und dann nach Revision zu drei Jahren Freiheitsstrafe.
00:34:13: Und nach diesen drei Jahren passierte das, was wir aus der Biografie von vielen Tätern der NS Zeit kennen.
00:34:19: Er ging seinem Beruf nach, so als wäre er nichts gewesen.
00:34:23: Im Gegenteil, von damit war Niedhammer sogar Präsident der deutschen Ornithologengesellschaft.
00:34:38: Uff, ziemlich krass.
00:34:39: Also, die Biografie von Niedhammer, die habe ich hier stark verkürzt erzählt.
00:34:44: Es geht ja eigentlich um Vögel in diesem Podcast.
00:34:47: Aber falls euch das Thema interessiert, findet ihr Infos zu ihnen zum Beispiel auf der Website der Gedenkstätte Auschwitz-Bier genau.
00:34:53: Die haben wir euch in den Shownotes verlinkt.
00:34:56: Aber wie sind wir eigentlich gelandet?
00:34:59: Ach ja, das Tor und das Ode ins Hündchen.
00:35:02: Abgefahren.
00:35:28: Mittlerweile ist es morgen im Schwarzwald.
00:35:31: In den letzten Stunden hat Kalle den Gesang von unzähligen Vogelarten bestimmt, was mich ziemlich beeindruckt hat.
00:35:39: Aber bevor wir uns verabschieden, will ich sein Wissen noch mal testen.
00:35:42: Ich wollte noch was vorspielen.
00:35:45: und spiele einige der Vogelstimmern meiner Schallplatte auf dem Handy ab.
00:35:54: Das sind wir der Rufengesang von Pirol.
00:35:56: Ich fand, unser hat sich noch schöner an.
00:36:00: Ich bin jetzt auch so im Vergleich, dass die Platte ziemlich kram.
00:36:04: Ja, okay, keine große Challenge für Kalle.
00:36:07: Zum Abschied schenkte mir sein Bestimmungsbuch.
00:36:09: Darin sind viele verschiedene Vogelarten abgebildet und man lernt darin, ihren Gesang zuzuordnen.
00:36:15: Fürs nächste Mal sozusagen.
00:36:17: Und diese Gelegenheit, die kommt für mich schnell.
00:36:20: Dennoch am selben Tag geht meine Reise weiter, in den Norden von Baden-Württemberg, nach Karlsruhe.
00:36:27: Ich bin nämlich noch nicht fertig mit meiner Vogelreise.
00:36:38: Karlsruhe ist die Fächerstadt.
00:36:41: Vom hochgelegenen Karlsruhe Schloss ausgesehen ist die Stadt fächerförmig angelegt.
00:36:47: Okay, fern ist halber auch kurze Werbeeinschaltung für Karlsruhe.
00:36:51: Genauso wie in Freiburg ist Karlsruhe eine der wärmsten und sonnigsten Städte Deutschlands.
00:36:56: Einige hier sagen sogar, die Stadt mit den meisten Sonnenstunden in Deutschland überhaupt.
00:37:03: Ich bin auf dem Weg zum Hauptfriedhof von Karlsruhe.
00:37:11: Ich will wissen, wie Birding in der Stadt funktioniert.
00:37:14: Wo beobachtet man Vögel, wenn man keinen Wald vor der Haustür hat?
00:37:17: Das will ich von Werom Michitz wissen.
00:37:20: Sie ist kein Vogelnörd, in dem Sinne, sie ist Biologin und beobachtet leidenschaftlich gerne alles, was sich in der Natur so abspielt.
00:37:28: Also Vögel, Mose, Insekten, Bäume, etc.
00:37:32: Und sie ist Comiczeichnerin und hat bereits mehrere Vogelbücher geschrieben und illustriert.
00:37:38: Ich treffe sie, weil mich ihr ganzheitlicher Ansatz in der Natur interessiert.
00:37:42: Und wieder ist sie vor mir am Treffpunkt.
00:37:45: Hi!
00:37:46: Guten Morgen.
00:37:48: Hallo, Sandra.
00:37:50: Schön, dich kennenzulernen, alles gut.
00:37:53: Den Friedhof als Treffpunkt hat übrigens sie vorgeschlagen.
00:37:57: Konntest du natürlich nicht wissen, dass du meintest, Friedhof ist ein guter Ort, aber ich liebe Friedhöfe.
00:38:01: Ja, ich auch.
00:38:03: Also tatsächlich, ich bin ja in Düsseldorf aufgewachsen, ganz in der Nähe vom Nordfriedhof.
00:38:07: Das ist ein ganz großer, alter Friedhof.
00:38:09: Und meine Mutter ist tatsächlich immer mit uns auf den Friedhof gegangen, weil sie meinte, wir brauchen ein bisschen Bewegung.
00:38:14: Der Friedhof hat einen wunderschönen alten Baumbestand.
00:38:17: Es gibt unzählige Nadel- und Laubbäume.
00:38:20: Und es ist wahnsinnig ruhig.
00:38:22: Das ist immer ganz gut, wenn es ... Ein ruhiger Ort, wo die Vögel umgestört sind und viele Versteckmöglichkeiten haben, viele Möglichkeiten haben, Futter zu finden.
00:38:31: Das ist die Beobachtungswahrscheinlichkeit einfach höher.
00:38:34: Wir schlendern über das Friedhofsareal, das aus verschiedenen Gärten und Abschnitten besteht.
00:38:40: Und dann gibt gleich zu Beginn mein Mikrodengeist auf.
00:38:44: Jetzt muss ich Batterien wechseln.
00:38:46: Gut, dass das jetzt
00:38:47: passiert.
00:38:50: Alles halb so schlimm, Batterien gewechselt, weiter geht's.
00:38:53: Das Wetter ist gut, also es ist deutlich wärmer als am Vortag im Wald.
00:38:57: und noch einen Vorteil hat der Ausflug auf dem Friedhof.
00:39:00: Man kommt in Vögeln viel näher.
00:39:03: Vero hat auch ein Bestimmungsbuch dabei, in dem sie hin und wieder plättert.
00:39:08: Und sie hat ihr Smartphone parat.
00:39:10: Darauf nutzt sie eine App zur Bestimmung der Vogelstimmen.
00:39:14: Versuch mal, diese Tauben zu kriegen.
00:39:17: Ich verwechsel die nämlich immer.
00:39:19: Also sie meint hier die Ringel und die Türkentaube.
00:39:23: Die haben einen sehr ähnlichen Gesang und wenn man nur den hört, ist es oft schwierig, die feinen Unterschiede auszumachen.
00:39:29: Auch für die App.
00:39:30: Es heißt, die Tückentaube macht dreimal hoch und die Ringeltaube macht den fünfmal hoch.
00:39:38: Und da ist sich die App dann nicht mehr ganz so einig mit dem, was man so an Erfahrungswerten gesammelt hat.
00:39:46: In der App kann man sich die aufgenommenen Vogelstimmen übrigens speichern und später noch mal reinhören.
00:39:52: Vero ist gern in der Stadt zum Vogelbeobachten unterwegs.
00:39:56: Urban Birding nennt man das.
00:39:59: Was an der Vogelbeobachtung generell so schön ist, dass man klar, man kann irgendwo hingehen, wo es besondere Lebensläume gibt.
00:40:09: Man kann es aber auch zu Hause machen.
00:40:11: Also im eigenen Garten, auf dem eigenen Balkon, beim Futterhäuschen.
00:40:15: Sogar vom Wohnzimmerfenster aus.
00:40:17: Wenn man zum Beispiel nicht mehr mobil ist, aus irgendwelchen Gründen.
00:40:23: gibt es trotzdem immer eine ganze Menge zu sehen und zu beobachten, auch in der Stadt.
00:40:27: Und ich glaube, das macht das Urban-Birding so interessant für viele, weil ja noch mal viele Menschen in den Städten leben.
00:40:34: Und man vielleicht vielleicht den Eindruck gewinnen könnte, dass in den Städten gar nicht viel Natur ist, nicht viel Los ist.
00:40:40: Und das Urban-Birding zeigt eigentlich das genaue Gegenteil.
00:40:47: Ja, und damit unsere Städte, so ich sage jetzt mal, überspitzt Vogelparadiesen werden können, können wir, wenn wir Grünflächen in der Stadt haben, mithelfen.
00:40:58: Also wenn man das möchte, dann kann man schauen, dass der Garten so ganzheitlich, eben tierfreundlicher wird.
00:41:07: Also es würde zum Beispiel bedeuten, dass man, wenn man Sträucher neu pflanzt oder ein Baum neu setzen will, das kann man sich überlegen, ob man heimische Sträucher reinpflanzt, weil das ja auch wieder um Futterpflanzen sind.
00:41:21: Streucher sind generell gut, weil sie ihnen auch Schutz bieten, wo die Tiere sich dann zurückziehen können, wo sie eventuell nissen können.
00:41:29: Und
00:41:31: so wenig Rasen nähen wie möglich.
00:41:33: Und auch gerne Wildwuchs zulassen auf den Rasenflächen.
00:41:38: Also wir sehen sie auch hier.
00:41:39: Wenn man jetzt irgendwo nicht so häufig mäht, dann kommen auch die heimischen Wildkräuter wieder.
00:41:45: Und dann habe ich automatisch wieder auch die Insekten mit dabei.
00:41:50: Das sind so Sachen, die man machen kann.
00:41:52: Und für Blütenstände und Stauden zum Beispiel, die kann man auch stehen lassen.
00:41:58: Das sind ja auch Samen drin.
00:42:00: Da freuen sich dann die Distrafinken zum Beispiel drüber.
00:42:03: Und auch andere Samen fressende Vögel.
00:42:06: Also je unordentlicher der Garten ist, das so belebter ist er gleichzeitig auch.
00:42:13: Also mit anderen Worten, Vogelschutz bedeutet Insektenschutz, bedeutet Pflanzenschutz, bedeutet Naturschutz.
00:42:20: Was mich immer fasziniert hatte, war auch als Biologin, die Vielfalt der Lebewesen und wie einfach doch irgendwie alles immer miteinander verwögen und verknüpft ist.
00:42:29: Und die Vögel an sich sind, glaube ich, generell ein ganz gutes Thema, um so reinzukommen in diese Naturbeobachtung, weil es eine relativ sympathische Tiergruppe gibt, ist.
00:42:42: und die auch gut zu beobachten sind.
00:42:46: An dem Vergleich zu vielen anderen Tiergruppen, wie zum Beispiel Insekten, ja auch handelbar in ihrer Vielfalt und in ihrem Erscheinungsbild.
00:42:57: Und entweder man bleibt bei den Vögeln, ich glaube, man kann da schon auch ein Leben lang glücklich mit werden, oder man geht von dort aus weiter und erschließt sich so Stück für Stück eben unsere belebte Welt nochmal neu.
00:43:13: Und ich merke schon auch, dass das einfach schön ist.
00:43:16: Das sind schöne Begegnungen.
00:43:17: Schöne Momente in der Natur, da kriegt man den Kopf wieder frei.
00:43:22: Ja, den letzten Teil, das hat Kalle so oder so ähnlich auch gesagt.
00:43:27: Und ich merke das auch schon nach wenigen Stunden Birding-Erfahrung.
00:43:31: Und das sind halt so Momente, wo man einfach ganz im Hier und Jetzt ist.
00:43:38: Das finde ich schön.
00:43:41: Und immer auch noch was lernen kann über die Welt, wo man irgendwas sieht, was vielleicht überraschend ist, was man vorher nicht wusste oder mit dem man nicht gerechnet hat.
00:44:12: Wer und ich laufen knapp zwei Stunden über den Friedhof und als wir uns schließlich verabschieden, will ich eigentlich am liebsten bleiben.
00:44:20: Dieser Ort fühlt sich einfach super schön an.
00:44:24: Als ich die Mikros zusammenpacke, merke ich, wie ruhig es in mir drinnen ist.
00:44:29: wie egal mir mein Smartphone in den letzten Stunden war.
00:44:33: Ich lasse meinen Blick noch einmal durch die Baumkronen streifen.
00:44:41: Währung muss weiter in Richtung Innenstadt und ich auch.
00:44:45: Später verabschieden wir uns und für mich geht es jetzt wieder nach Hause.
00:44:50: Am Weg zum Bahnhof bemerke ich, wie eine kreative Wurm ich hinweg fliegt und sich auf den nächsten Dachvorsprung setzt.
00:45:00: In ihrem Schnabel hat es etwas Essbares, aber von weit weg kann ich es nicht so genau erkennen.
00:45:06: Ich bleibe stehen, beobachte sie und frag mich, ob ich sie vor achtundvierzig Stunden schon genauso aufmerksam beobachtet hätte.
00:45:21: Hm, vermutlich nicht.
00:45:41: Das war eine Produktion von The Curious Mac.
00:45:45: Gestaltet und recherchiert habe diese Folge ich, Sandra Herbsthofer.
00:45:50: Alle Links und Infos zu den GesprächspartnerInnen findest du in den Show Notes.
00:45:56: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann bewerte sie gerne und teile sie mit deinen Freundinnen und Freunden.
00:46:02: Alle Infos zu der Curious Mag findest du auch online.
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